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Familienforschung
Stammtafel der Familie Riepenhausen (Quelle: Stadtarchiv Göttingen, F 2 Nr. 1 Bd. 2, 1709-1730)
Für Ihre Familienforschung finden Sie im Stadtarchiv Göttingen verschiedene Quellen.
Hier eine Auswahl:
Personenstandsregister
Im Oktober 1874 wurden in Deutschland die Standesämter eingeführt und unter anderem mit der Registrierung der Geburten, Heiraten und Sterbefälle beauftragt. Die Geburten-, Heirats- und Sterberegister enthalten verschiedene Angaben zu Personen und deren Vorfahren.
Eine Auflistung der aktuell im Stadtarchiv vorhandenen Personenstandsregister finden Sie hier.
Einwohnermeldekartei
Einige handgeschriebene und maschinengeschriebene Meldekarten© Stadt Göttingen / RichterIm Stadtarchiv Göttingen befindet sich die alte Einwohnermeldekartei, geführt ab 1874. Karteikarten wurden nicht für einzelne Personen, sondern für Haushalte unter dem Namen des „Haushaltsvorstands“ angelegt. Deshalb können Ehefrauen nur unter dem Namen des Ehemannes, im Haushalt lebende Kinder nur unter dem Namen des Vaters gefunden werden. Nur Personen, die nicht bei Vater oder Ehemann lebten, also Bedienstete, Auszubildende oder Studierende, erhielten eine eigene Karteikarte. Erst in den 1950er Jahren, als eine neue Art von Meldekarten eingeführt wurde, wurden auch für Frauen eigene Meldekarten angelegt.
Anfang der 1980er Jahre wurden die Karteikarten zugunsten einer Datenbank aufgegeben. Aus dieser Datenbank können Sie eine Meldeauskunft online beim Fachdienst Einwohnerangelegenheiten beantragen.
Meldekarten können unter anderem folgende Angaben enthalten:
- Name
- Beruf
- Namen der Eltern
- Geburtsdatum
- Geburtsort
- Religion
- Staatsangehörigkeit
- letzter Wohnort
- Adressen
- ggf. Vermieter
- Familienstand, ggf. Ehepartner*in und Kinder
- ggf. Sterbedatum
Göttinger Adressbücher
Die Adressbücher enthalten in der Regel ein nach Straßen sortiertes Einwohner*innenverzeichnis als auch ein nach Nachnamen sortiertes Verzeichnis. Darüber hinaus finden Sie Informationen zu Behörden und Betrieben.
Weitere Hinweise zu den Adressbüchern sowie zu bereits digitalisiert vorliegenden Jahrgängen finden Sie hier.
Weitere mögliche Quellen
Kirchenbücher
Kirchenbücher werden nicht im Stadtarchiv aufbewahrt. Für die Zeit vor Oktober 1874 sind sie für die Familienforschung jedoch eine unverzichtbare Quelle. Wenden Sie sich dazu bitte an die kirchlichen Archive, die teilweise auch online (Archion und Matricula) Einsichten ermöglichen. Unten finden Sie unter Weitere Anlaufstellen nähere Angaben dazu.
Personenstandsrechtliche Bescheinigungen
Zur Ausübung eines Gewerbes war oft ein Nachweis der ehelichen Geburt notwendig. Auf solchen Nachweisen sind auch die Namen der Eltern und oft der Beruf des Vaters vermerkt. Auch eine Person, die von außerhalb (Göttingens) kam und einen Göttinger bzw. eine Göttingerin heiraten wollte, brauchte eine Genehmigung, wenn damit ein Zuzug von Braut oder Bräutigam nach Göttingen verbunden war. Auch hier lassen sich Namen und väterliche Berufe der Eltern der Brautleute in Erfahrung bringen.
Aus den Jahren 1540-1875 sind hierzu einige Akten erhalten. Hier können Sie online recherchieren.
Privatwirtschaftliche Verträge
Kaufverträge, Eheverträge u.ä. lassen oft Rückschlüsse auf verwandtschaftliche Verhältnisse zu. Frühe Verträge aus der Zeit 1530/31 bis 1643 (bis 1696 im Aufbau) finden Sie online hier.
Spätere Verträge aus der Zeit 1678-1852 finden Sie hier.
Es gibt weitere Akten, die für die Familienforschung nützlich sein können. Dazu gehören alte Musterungsrollen, Akten zur Auswanderung bzw. zur „Entlassung aus dem Militär- und Untertanenverband“ oder Volkszählungslisten. Sie sind jedoch erst heranzuziehen, wenn Sie bereits genug Informationen über eine Person haben, um gezielt nach einer Hausnummer oder in einem bestimmten Jahr zu suchen.
Editionen und Literatur
- Die Göttinger Bürgeraufnahmen: 1328-1918, bearb. v. Heinz Dieterichs, Heinz Kelterborn, Wolfgang Ollrog, Franz Schubert, hrsg. von der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft in Göttingen, Bd. 1-6
- Trauregister aus den Kirchenbüchern in Südniedersachsen, von Franz Schubert in Zusammenarbeit mit der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft in Göttingen, von den Anfängen bis 1850
- Die Schatzverzeichnisse des Fürstentums Göttingen 1418-1527, bearb. von Josef Dolle, Teil 1 und 2, Bielefeld 2011
- Schossregister 1585/86: Max Burchard, Die Bevölkerung des Fürstentums Calenberg-Göttingen gegen Ende des 16. Jhs., Calenbergische Musterungsrolle von 1585 u. a. Quellen, Leipzig 1935, Göttingen ab S. 364
- Kopfsteuerbeschreibung des Hochstifts Hildesheim von 1664, ergänzt durch Landschatzbeschreibung von 1665, bearb. v. Peter Bardehle, Hildesheim 1976
- Die Kopfsteuerbeschreibung der Fürstentümer Calenberg-Göttingen und Grubenhagen von 1689 / begründet von Max Burchard. Bearbeitet von Herbert Mundhenke, Hannover, 1940-1972. Hier bes.: Bd. 8 mit der Stadt Göttingen
Sigrid Dahmen: Genealogische Quellen im Stadtarchiv Göttingen
Sigrid Dahmen beschreibt in ihrem Artikel im Göttinger Jahrbuch 2025 verschiedene genealogische Quellen, die sich im Stadtarchiv befinden.
Genealogische Quellen im Stadtarchiv Göttingen – Altes und Neues
Weitere Hinweise:
Schutzfristen
Personenbezogene Daten unterliegen laut dem Niedersächsischen Archivgesetz Schutzfristen.
Personenbezogene Daten wie ehemalige Anschriften dürfen erst 10 Jahre nach Tod der gesuchten Person oder, sollte das Todesdatum nicht bekannt sein, 100 Jahre nach Geburt weitergegeben werden.
Kann das Stadtarchiv für mich recherchieren?
Gerne geben wir Ihnen auch schriftliche Auskünfte, wenn Sie nicht selbst ins Stadtarchiv kommen können. Hierfür werden Gebühren erhoben.
Die Recherche durch das Team des Stadtarchivs kann in Familienforschungsangelegenheiten nur in einem begrenzten Zeitraum von 2 Stunden vorgenommen werden. Sollte die Recherche innerhalb von 2 Stunden nicht im gewünschten Umfang abzuschließen sein, so müssten Sie für eine weitergehende Recherche entweder selbst ins Stadtarchiv kommen oder einen Recherchedienst beauftragen.
Ist Familienforschung im Stadtarchiv kostenpflichtig?
Familienforschung als persönliche Benutzung im Lesesaal des Stadtarchivs ist nicht kostenpflichtig. Für die Anfertigung von Kopien oder Scans können jedoch Gebühren anfallen.
Für die Bearbeitung von Anfragen und Recherchen zu Familienforschungsangelegenheiten durch das Team des Stadtarchivs werden Gebühren gemäß der Kostensatzung für das Stadtarchiv Göttingen erhoben und in Rechnung gestellt. Die Rechnungen über die anfallenden Gebühren werden auf dem Postweg versendet.
Weitere Anlaufstellen
Weitere Anlaufstellen für Familienforschung können zum Beispiel sein:
- Kirchenbuchamt und Kirchenkreisarchiv Göttingen (Religion: evangelisch-lutherisch und reformiert)
- Bistumsarchiv des Bistums Hildesheim (Religion: katholisch)
- Universitätsarchiv Göttingen (bei Angehörigen der Universität)
- Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Göttingen e.V.
