Ende Januar 1632
Eine ligistische Niederlage durch die Schweden zwischen Wikkensen und Hessisch Oldendorf bewahrt Göttingen vor der Ausführung eines Pappenheimischen Befehles, die Stadt wie Magdeburg niederzubrennen und auszuplündern.
11. Februar 1632
Nach Eroberung des Rusteberges und vergeblicher Aufforderung an die Stadt zur Übergabe Erstürmung durch die Truppen des auf Seiten Gustav Adolfs von Schweden stehenden Herzogs Wilhelm von Weimar. Kampf im Rathause, wo seither der Raum über der Laube "Blutkammer” heißt, der kaiserliche Kommandant Hans Georg von Carthauß gefangen genommen. Verwüstung des Stadtarchivs, schwer leidet die Bürgerschaft unter der trotz des herzoglichen Verbotes durchgeführten Plünderung und die drückenden Einquartierungen (690 Mann, 141 Pferde). - Die später die weimarische ablösende hessische Besatzung verschärft die Notlage der Bevölkerung noch mehr.
8-10. Juni 1632
Pappenheim zieht von Einheck her, das er kurz vorher erstürmt hat, vor Göttingen, schließt die Stadt ein, hebt aber nach verweigerter Kapitulation die Belagerung ohne Angriff plötzlich auf und zieht ab. Die Besatzungen wechseln mehrfach, die Belastung der Einwohnerschaft bleibt bestehen
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