Im FOCUS:


Theaterstück Die Nutznießer - "Arisierung" in Göttingen

    

Die Nutznießer - "Arisierung" in Göttingen

Theaterstück von Gesine Schmidt

Am 14. Januar findet im Deutschen Theater Göttingen um 19.45 Uhr die Premiere des Stückes Die Nutznießer – "Arisierung" in Göttingen statt. Das Theaterstück von Gesine Schmidt beschäftigt sich mit den systematischen Enteignungen der jüdischen Bürger in Göttingen durch die Nazis. Nach der Machtübernahme 1933 und dem Inkrafttreten der Nürnberger Gesetze 1935 wurden die deutschen Juden aus dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben verdrängt. Durch Zwangs- und Notverkäufe oder direkten Raub verloren sie ihr Eigentum – die sog. "Arisierung".

Das Städtische Museum und das Stadtarchiv Göttingen unterstützten Autorin und Theater bei der Erarbeitung und Aufführung des Stückes.

Die Premieren-Vorstellung ist bereits ausverkauft.



"Judenhaus" Weender Landstraße 26

    

Archivbenutzer ausgezeichnet

Die Jury der Alexanderstiftung hat die neuen Preisträger ermittelt. Den Alexanderpreis 2017 erhalten Eric Angermann, Eva Klay, Julia Kopp, Jan C. Oestreich, Jennifer Stümpel und Tobias Trutz für ihre Arbeit "Verdrängt - Verfolgt - Vergessen: Das Judenhaus in der Weender Landstraße 26 und seine BewohnerInnen".

Norman Lippert, der den Wettbewerb 2015 und 2016 gewinnen konnte, wird für seinen Beitrag "Schwarz auf Weiß - Die Wiege des Papierrecyclings liegt in Göttingen" mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Damit geht der Alexanderpreis erneut an Personen, die für ihre ausgezeichneten Arbeiten in den Beständen des Stadtarchivs geforscht haben. Wir freuen uns und gratulieren herzlich!

Die Preisverleihung findet am 4. Februar 2017 im Deutschen Theater statt.


Flugzettel des ISK Kassel, 1944 in Kassel und Umgebung verteilt. Foto: Sammlung Max Mayr     

Widerstand in Göttingen

Am Montag, den 22. August 2016, wird auf den Internetseiten des Stadtarchivs Göttingen die neue Onlinepublikation Widerstand in Göttingen veröffentlicht. Sie thematisiert den Widerstand und die Selbstbehauptung gegen die NS-Diktatur in der Stadt und präsentiert die Ergebnisse eines zweieinhalbjährigen Projektes der Stadt Göttingen.

Weiterlesen ...


Kármán Tódor (Theodore von Kármán)     

Neue Gedenktafel

Am 10. Juni 2016 hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler gemeinsam mit dem Gesandten der Botschaft von Ungarn in Berlin, Dr. András Izsák, am Gebäude Theaterstraße 16 zu Ehren des ungarischen Physikers Kármán Tódor (Theodore von Kármán) eine Gedenktafel enthüllt. Neben dem Oberbürgermeister und dem Gesandten der Botschaft von Ungarn in Berlin haben Prof. Dr. Ulf Diederichsen (Vizepräsident der Georg-August-Universität Göttingen) und Prof. Rolf Henke (Vorstand Luftfahrt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) weitere Grußworte gesprochen.

Bericht DLR Göttingen


Buchpräsentation

    

Neue Publikation des Stadtarchivs

Wilhelm Christian Müller hat von 1770 bis 1774 in Göttingen studiert. In seinen handschriftlichen Erinnerungen schildert er anschaulich das akademisch-studentische Leben zur Zeit der ersten großen Blüte der Georgia-Augusta. Jetzt hat das Stadtarchiv die interessante Quelle veröffentlicht.

Mehr zum Buch ...


Bahnhofsgebäude mit Uhr

    

Archivbenutzer gewinnt Alexanderpreis 2016

Auch in diesem Jahr hat Norman Lippert den ersten Preis der Alexander-Stiftung gewonnen. Prämiert wurde sein Artikel über die Einführung öffentlicher Uhren in Göttingen. Bereits im Vorjahr war er mit einem Aufsatz über das Göttinger Tuchgewerbe erfolgreich. Der Autor hat für seine Artikel Quellen im Stadtarchiv und die Fotosammlung des Städtischen Museums ausgewertet.

Norman Lippert ist Historiker und Inhaber der Histofaktur. Büro für historische Dienstleistungen in Göttingen.


Göttinger Jahrbuch 2015

    

Göttinger Jahrbuch 2015

Im neuen Göttinger Jahrbuch beleuchten die Beiträge über "Das jüdische Altersheim/Judenhaus an der Weender Straße" und "Die Auseinandersetzungen um eine jüdische Schule" zwei Kapitel aus der Geschichte der Göttinger Synagogengemeinde in der Zeit der Verfolgung und Vernichtung.

Weitere Aufsätze erinnern an die Göttinger Maler Heinrich Petri (1834-1872) und August Ahlborn (1877-1951), die heute zu Unrecht fast vergessen sind.

Außerdem enthält das neue Jahrbuch noch viele weitere interessante Aufsätze.

Erhältlich ist das Göttinger Jahrbuch beim Herausgeber
Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e.V.


Barbara 1964 im JT-Keller Göttingen (Ausschnitt)

    

Barbara - und wer ist noch auf dem Foto?

1964 kam die französische Sängerin Barbara für eine Woche zu einem Gastspiel in das Junge Theater Göttingen. In dieser Zeit entstand ihr berühmtes Göttingen-Chanson, das zur Aussöhnung von Franzosen und Deutschen beigetragen hat. In Vorbereitung einer Ausstellung sucht das Städtische Museum jetzt Zeitzeugen, die Personen auf einem alten Foto wiedererkennen.

Zum Foto ...



Gedenktafelbuch

    

Neues Gedenktafelbuch

Wo residierte Bismarck während seiner Studienzeit? Wo Georg V., König von Hannover? Und wo wohnten der Chemiker Otto Hahn, der Physiker Max Planck und der Historiker Percy Ernst Schramm? Mit diesem Wegweiser in der Hand durchwandert man Göttingens Straßen und entdeckt Häuser, in denen Berühmtheiten gewohnt, gelebt und gearbeitet haben.

Mehr zum Buch ...


Gedenktafel George Gamow     

Neue Gedenktafeln 2015

Carsten Niebuhr

Am 6. November 2015 wurde am Gebäude Groner Straße 1 eine Gedenktafel zu Ehren des Forschungsreisenden Carsten Niebuhr (1733-1815) enthüllt. Als einziger Überlebender der großen Arabien-Exkusion von 1763 sicherte er die wissenschaftlichen Ergebnisse der Forschungsreise. Bilder ...

Peter Forsskål

Ebenfalls am 6. November 2015 wurde am Gebäude Obere Maschstraße 5 eine Gedenktafel zu Ehren des Forschungsreisenden Peter Forsskål (1732-1763) enthüllt. Wie Carsten Niebuhr gilt auch Peter Forsskål als Protagonist der insbesondere auf die empirische Naturforschung ausgerichteten Göttinger Aufklärung. Bilder ...

Kurt Reidemeister

Am 26. Oktober 2015 wurde am Gebäude des Mathematischen Instituts Bunsenstraße 3-5 eine Gedenktafel zu Ehren von Kurt Reidemeister (1893-1971) enthüllt. Reidemeister war von 1955 bis 1962 ordentlicher Professor in Göttingen. Globale Bekanntheit erlangte er durch seine Arbeiten zur kombinatorischen Topologie, zur Wissenschaftsgeschichte und zur Philosophie der Mathematik. Mehr ...

George Gamow

Am 19. Oktober 2015 wurde am Gebäude Herzberger Landstraße 6 eine Gedenktafel zu Ehren des aus der Sowjetunion stammenden Physiker George Gamow (1904-1968) enthüllt. Der Wissenschaftler war 1928 in Göttingen Mitarbeiter des späteren Nobelpreisträgers Max Born. Durch seine Forschungen gilt Gamow als Urvater der Theorie vom Urknall. Mehr ...

Wolfgang Natonek

Am 25. Juni 2015 wurde am Gebäude Goßlerstraße 51 eine Gedenktafel zu Ehren des Widerstandskämpfers Wolfgang Natonek (1919-1994) enthüllt. Der spätere Lehrer am Max-Planck-Gymnasium Göttingen wurde wegen seiner jüdischen Abstammung und seiner liberalen und entschieden demokratischen Haltung ein Opfer der NS-Diktatur und der kommunistischen Diktatur in der frühen SBZ/DDR. Mehr ...

Gartenanlage mit dem ursprünglichen Standort des Pavillons

    

Geheimnis um Pavillon gelüftet

Den originellen Pavillon auf der Schillerwiese am Ostrand Göttingens kennen viele. Bislang unbekannt waren dagegen der ursprüngliche Standort und die Erbauungszeit des einst als Gartenhaus errichteten Gebäudes. Jetzt hat Thomas Appel das Rätsel um den Pavillon gelöst. Nachzulesen ist die spannende Spurensuche, deren Ausgangspunkt eine kürzlich wiederentdeckte Tasse mit Porzellanmalerei bildet, im neuen Göttinger Jahrbuch 2014.

Das Vermächtnis des Max Raphael Hahn

    

Das Vermächtnis des Max Raphael Hahn

Göttinger Bürger und Sammler : eine Geschichte über Leben und Tod, mutige Beharrlichkeit und die fortwirkende Kraft der Familientradition / von Lisette Ferera und Cordula Tollmien unter Mitarbeit von Michael Hayden und Sharon Meen. - Göttingen : Verlag Hogrefe, 2014. - 174 S. : zahlr. Ill.

Mehr zum Buch ...


Gedenktafel für Max Raphael und Gertrud Hahn     

Gedenktafel

Im Zusammenhang mit der Restitution "arisierter" Objekte aus dem Besitz von Max Raphael und Gertrud Hahn wurde am 8. November 2014 am ehemaligen Wohnhaus des jüdischen Ehepaares in der Merkelstraße 3 in Göttingen eine Gedenktafel enthüllt. Fotos und Informationen zum Festakt im Museum und der anschließenden Gedenktafelenthüllung finden Sie auf den Seiten des Städtischen Museums Göttingen:

Mehr ...


Fahnenlied 1831     

Fahnenlied fürs Archiv

Am 10. November 2014 hat Dr. Dietrich Koch aus Husum dem Stadtarchiv das Manuskript eines Fahnenliedes übergeben, das 1831 während der Januarunruhen in Göttingen entstand.

Mehr ...


Fragment aus Brevier, um 1200     

Liturgische Handschriften erschlossen

Im Auftrag des Stadtarchivs hat der Musik- und Sprachwissenschaftler Ulf Borchers in einem fast vierzehnmonatigen Projekt zwei liturgische Handschriften sowie einen Fragmentbestand von 202 Einheiten erschlossen.

Bei den Handschriften handelt es sich um das bereits in weiteren Kreisen bekannte Missale der Göttinger Kirche St. Johannis aus dem 14. Jahrhundert sowie um das etwa hundert Jahre jüngere Missale der Göttinger St.-Nikolai-Kirche. Der Fragmentbestand umfasst Einzel- und Doppelblätter sowie kleinere Blattteile liturgischer Handschriften, die in der frühen Neuzeit aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst und aufgrund der stabilen Qualität des Pergaments als Einband für Amtsbücher verschiedener Art weiterverwendet wurden.

Projektbericht "Liturgische Handschriften im Stadtarchiv Göttingen" (23 MB PDF)


Karl Heinrich Ulrichs     

Gedenktafel erneuert

Am 25. September 2014 wurde am Gebäude Markt 5 die erneuerte Gedenktafel zu Ehren von Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895), der im 19. Jahrhundert für die Rechte von homosexuellen Menschen kämpfte, enthüllt.

An den Juristen Karl Heinrich Ulrichs erinnert bereits seit dem Jahr 1997 eine an dem Gebäude angebrachte Marmorplatte, auf der künftig auch dessen besonderes Engagement für die Gleichstellung von Homosexuellen Erwähnung findet.

Mehr ...


50. Deutscher Historikertag     

Historiker im Stadtarchiv

Am 25. September 2014 stand eine Führung durch das Stadtarchiv im Programm des Historikertages. Nach einer Einführung in Aufgaben und Arbeitsweisen des Archivs wurden die Räumlichkeiten sowie ausgewählte Dokumente zur Stadtgeschichte präsentiert.

GEWINNER UND VERLIERER
50. DEUTSCHER HISTORIKERTAG
23. – 26. September 2014 in Göttingen


Jürgen Schallmann: Arme und Armut in Göttingen 1860-1914     

Armenpflege

In seiner Studie Arme und Armut in Göttingen 1860 - 1914 gibt Jürgen Schallmann genauen Einblick in die Praxis und den Alltag sozialer Sicherungssysteme Ende des 19. Jahrhunderts. Am 9. Juli 2014 hat der Autor seine Arbeit im Vortrag und Gespräch mit dem Historiker Peter Aufgebauer im Stadtarchiv vorgestellt. Das Buch aus der Reihe Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen ist im Buchhandel oder beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erhältlich.

Mehr ...


Gedenktafel Knigge     

Gedenktafel

Am 8. Juli 2014 wurde am Michaelishaus, Prinzenstraße 21, zu Ehren des Schriftstellers Adolph Freiherr Knigge (1752-1796) eine Gedenktafel enthüllt. Die Laudatio hielt Thedel v. Wallmoden, Verleger des Wallstein-Verlages in Göttingen.

Bilder ...


Gedenktafel Wigner     

Gedenktafel

Am 19. Juni 2014 wurde am Haus Wilhelm-Weber-Straße 22 zu Ehren des Physikers und Nobelpreisträgers Wigner Jenő Pál (Eugene Paul Wigner, 1902-1995) eine Gedenktafel enthüllt. Die Laudatio hielt S. E. Dr. József Czukor, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Ungarn (Berlin).

Bilder ...


Tamke/Driever: Göttinger Straßennamen     

Straßennamen

Für die dritte Auflage wurde das Standardwerk Göttinger Straßennamen von Gerd Tamke und Rainer Driever neu überarbeitet und wesentlich erweitert. Die Publikation aus der Reihe Veröffentlichungen des Stadtarchivs Göttingen ist in elektronischer Form erschienen und steht als Online-Ausgabe kostenlos zur Verfügung.

Dahmen: Tagebuch Wähner     

Siebenjähriger Krieg

Im Stadtarchiv ist das Tagebuch aus dem Siebenjährigen Krieg des Göttinger Professors Andreas Georg Wähner erhalten. Jetzt hat die Historikerin und Germanistin Sigrid Dahmen diese wichtige Quelle bearbeitet und herausgegeben. Das Buch aus der Reihe Quellen zur Geschichte der Stadt Göttingen ist im Universitätsverlag erschienen und steht dort auch als kostenlose Online-Ausgabe zur Verfügung.