Geb. in Düsseldorf am 13. Dezember 1797. Nach einer Aufnahmeprüfung
(H. hatte kein Maturitätszeugnis) bezog H. zunächst die
Universität Bonn (1819), sodann Göttingen (imm. 4. Oktober 1820,
jur. als Harry Heine). Er hörte Vorlesungen bei dem Juristen Hugo, doch
fühlte er sich - nach seinen eigenen Worten - beengt "zwischen den
eisernen Paragraphen römischer Rechtssysteme". Dagegen hörte er
"Beneckens Collegium über altdeutsche Sprache mit großem
Vergnügen", ferner den Ästhetiker Bouterweck und den Historiker
Sartorius. Wegen einer Duellforderung wurde H. am 23. Januar 1821 auf ein
halbes Jahr von der Universität relegiert, auch - wegen Verletzung des
Keuschheitsprinzips - aus der Burschenschaft ausgeschlossen. H. ging
nach Berlin, vornehmlich mit der Poesie beschäftigt, doch hörte er
auch Vorlesungen bei dem Philosophen Hegel. 1824 kehrte er nach
Göttingen zurück (wieder imm. 30. Januar 1824) und promovierte am
20. Juni 1825 bei Professor Hugo. Ende Juli verließ H. Göttingen.
1826 veröffentlichte Heine die
Harzreise
mit dem bekannten Abschnitt über Göttingen ("Die Stadt
Göttingen, berühmt durch ihre Würste und
Universität ... ").
H. lebte später in Hamburg, Berlin und München, bis er, durch die
französische Juli-Revolution angezogen, Paris zu seinem ständigen
Aufenthaltsort wählte. Gest. in Paris am 17. Februar 1856.
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H. wohnte als Student von Oktober 1820 bis Februar 1821 bei der Witwe des
Dr. jur. Georg August Winicker, Jüdenstraße 16; Januar bis Ostern
1824 bei dem Färber und Fabrikanten J. Chr. B. Eberwein, Groner
Straße 4, Sommer 1824 bei der Amtmannswitwe C. J. Collmann, Goetheallee
15; WS. 1824/25 bei dem Schneider J. W. Seeboldt, Goetheallee 16; SS. 1825
bei Chr. F. Oelsen im Hause der Erben des Kaufmanns J. Chr. Levin, Weender
Straße 50. Gedenktafeln wurden angebracht: 1.) am Haus Goetheallee 15;
2.) am Haus Barfüßerstraße 16; 3.) am Hause Groner
Straße 4. Diese 3 Tafeln werden bereits im Jahre 1906 als "verschwunden"
gemeldet. Die vor 1906 am Hause Weender Straße 50 angebrachte
Gedenktafel wurde 1931 erneuert, 1935 wieder abgenommen und 1953 erneut
angebracht.
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